Excel: Barclays Bank bietet ungewollt für Lehmann Brothers Papiere

9. Januar 2009 um 5:13 pm | Veröffentlicht in Excel, Fun | Hinterlasse einen Kommentar

Eine schöne Geschichte über die Nutzung von Excel als Datenbank und die Folgen für die Barclays Bank – wegen ausgeblendeter Excel-Zeilen. Excel at it’s best …
Ich ärgere mich wie wohl viele BI-Anhänger wahnsinnig über die Nutzung von Exceltabellen als einfach zu verwendende Datenbank. Damit mutiert Excel schnell zum Teufelswerkzeug und man endet in der „Spreadsheethölle“. Es gibt viele Horrorgeschichten über Excel, aber als „Banker“ ist dies eine meiner Lieblingsstories – eher zufällig gefunden, aber noch recht aktuell vom Oktober 2008:

Ein junger Anwalt sollte für die Barclays Bank ein Angebot für den Kauf von Papieren aus der Insolvenzmasse von Lehmann Brothers abgeben. Vier Stunden vor der Deadline – das Dokument musste als .pdf-File auf eine website hochgeladen werden – erhielt er ein Excelfile mit 1.000 Zeilen und insgesamt 24.000 Zellen. Unglücklicherweise waren etliche Zellen mit für Barclays uninteressanten Verträgen nur ausgeblendet, für diese sollte kein Angebot abgegeben werden. Durch Umformatierungen und Konvertierung in das Acrobat Reader pdf-Format wurden diese Zellen jedoch wieder sichtbar.
So bot die Barclays Bank für 179 Verträge aus der Insolvenzmasse der Lehmann Brothers mit, die sie gar nicht haben wollte. Der finanzielle Schaden ist bisher nicht absehbar …

Damit ich richtig verstanden werde: Excel ist großartig – zur Darstellung von Informationen und als Rechenmaschine zum Jonglieren mit Zahlen und Formeln. Aber eben nicht zur Ablage und Speicherung von Datensätzen zu Reportingzwecken. (Auch hier gilt das Model/View-Controller-Architekturmuster der Softwareentwicklung.)

Wie eine Trennung von Datenhaltung und Präsentation in Excel ohne weitere Lizenzkosten und ohne Datenbank-Knowhow möglich ist, erfahren Sie in meinem Beitrag über Palo – dem Open Source Reporting Werkzeug von jedox.

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