Excel: Perfekte Schaubilder auf Basis von Excel-Diagrammen

16. März 2009 um 7:55 pm | Veröffentlicht in Excel, Visualisierung | 13 Kommentare

Die Visualisierungsmöglichkeiten mit den Diagrammfunktionen in Excel schienen mir bisher recht begrenzt. Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass alles was mit der Hand zu zeichnen ist, auch mit Excelcharts umgesetzt werden kann – mit mehr oder weniger Aufwand. Dies möchte ich beispielhaft anhand eines vorher-nachher-Beispiels aufzeigen. Das File für Excel 2003 kann hier heruntergeladen werden.

Viele Diagramme und Berichte, die in Excel entwickelt werden, finden sich wohl zu guter letzt als Schaubilder in einer PowerPoint-Präsentation wieder. Hier dienen sie der Visualisierung von Informationen, um Antworten auf – wenn auch nur vermutete – Fragen des Publikums zu geben: Wie war die Entwicklung der letzten Monate? Warum hat sich das Produkt nicht wie gewünscht entwickelt? Was erwarten sie zukünftig?

Gute, adressatengerechte Präsentationen richten sich an den Fragestellungen der Zuhörer aus, geben Antworten und führen bestenfalls zu Entscheidungen im Sinne des Vortragenden.

Ich erlebe leider häufig Präsentationen, die weder Antworten geben, noch eine Botschaft haben. Es werden Tabellen und Diagramme über PowerPoint an die Wand geworfen, man erläutert mit einigen Sätzen die drei abgebildeten dreidimensionalen Säulen oder die vielfarbige Torte und kommt zur nächsten Folie: „Bunte Bilder für bunte Menschen!“
Ich habe selbst auch Präsentationen gestaltet, die ich heute so nicht mehr halten würde und etliche meiner entworfenen Dashboards sind alles andere als Meilensteine der Informationspräsenation … aber es geht anders!

Bei meiner Auseinandersetzung mit dem Thema „Visualisierung von Informationen“ bin ich auf die website von Prof. Hichert gestoßen und war begeistert. Ich musste mich zunächst in die Struktur der Seite etwas einfinden, aber dann findet man Informationen in Hülle und Fülle: Seine SUCCESS-Regeln stellen klar und einfach die Anforderungen an Management-berichte dar und die HI-CHART-Regeln für Diagramme und Schaubilder sollten direkt in die Entwicklung von Excel einfließen – was wohl leider nie passieren wird.
Höhepunkt für den Exceluser dürften jedoch seine xls-Diagrammbeispiele zum Download sein. Diese Diagramme funktionieren ohne VBA und Makros, basieren allerdings auf einer Menge Exceltricks, die nicht selbsterklärend sind.

Wie kommt man von einem Standard-Exceldiagramm zu einem aussagekräftigen Schaubild? Wie „hichert“ 🙂 man Diagramme? Dazu ein Vorher-Nacher-Beispiel aus dem Konjunkturbericht zum Jahresbeginn 2009 der IHK Schleswig-Holstein, das die negativen Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auf Schleswig-Holstein abbildet.
Das Diagramm ist direkt auf der ersten Seite des Berichts zu finden. Es handelt sich um eine Liniendarstellung, die die Entwicklung der Indexzahl für das Konjunkturklima in Schleswig-Hostein abbildet. Leider existieren keine Prognosewerte für zukünftige Quartale,  die aus meiner Sicht den Aussagegehalt der Grafik noch einmal erheblich aufwerten würden!

Ich habe dieses Vorher-Beispiel um Anmerkungen im Geiste der HI-CHART-Regeln ergänzt:

IHK Konjunkturbericht Original

IHK Konjunkturbericht Original

Gut gefällt mir die Auswahl des Diagrammtyps zu diesem Zweck: Der Trend ist direkt sichtbar. Dennoch sollte man die Grafik meiner Meinung nach um eine Säulenansicht erweitern, die die Veränderung des Index zum Vorquartal darstellt und das ganze um eine Kern-Botschaft erweitern.

Hier meine neue Version des Schaubilds – das xls-file für Excel 2003 kann hier heruntergeladen werden:

IHK Konjunkturbericht nach Hichert

IHK Konjunkturbericht nach Hichert

Einige „Features“ dieses Schaubilds:

  • Ausgangs- und Endpunkte des roten Pfeils rechts können sich auf alle Linienpunkt beziehen und verschieben sich automatisch – wie auch die Beschriftung des Pfeils.
  • Die Durchschnittslinie kann frei in den Linienzug gelegt und alle Beschriftungen der Säulen und Linien können „an- und ausgeschaltet“ werden.
  • Linien und Säulen sind skalierbar, so dass beide immer in das Schaubild passen.

Für mich das Wesentliche aber zum Schluss: Achsen bitte wann immer möglich bei ‚Null‘ beginnen lassen. Ist dies nicht machbar, sollte der Empfänger explizit auf diese Tatsache hingewiesen werden. In der Originalgrafik der IHK beginnt die Werte-Achse bei 60. Damit scheint der Konjunkturindex auf den ersten Blick um fast 66% verglichen zum Q1 2008 gefallen zu sein, obwohl er tatsächlich „nur“ um 30% gefallen ist. Warum? Weil wir die horizontale x-Achse als Nulllinie interpretieren. Auf diese Weise schafft man meines Erachtens keinen „true-and-fair-view“, sondern betreibt „visuelle Panikmache“. Eine abweichende Meinung vertritt Herr Bissantz hier.

Ganz anders die Schweizer Post, die  in ihrem aktuellen Zwischenbericht sogar so weit geht, dass in jedem Schaubild eine Miliarde Schweizer Franken durch 20 Millimeter Balken oder Säulen repräsentiert werden. Beeindruckend …!

Schließen möchte ich mit diesem wunderbaren bonmot – Motto eines sehr zu empfehlenden Blog –  das uns viele unnötige Präsentation ersparen würde:

‚Anyone who cannot speak clearly and simply should say nothing and continue to work until he can do so.‘

Sir Karl Popper

PS: Ein Anwendungs-Beispiel der HI-CHART-Regeln für Businessgrafiken von mir finden Sie hier.

Advertisements

13 Kommentare »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

  1. Lars,

    vielen Dank für die Erwähnung des Zitats und den Link zu meinem Blog.

    Ich kann leider nicht für mich in Anspruch nehmen, Karl Poppers Anforderung immer zu genügen. Auch ich habe in der Vergangenheit Diagramme, Präsentationen und Dashboards erstellt und abgeliefert, die mir noch heute die Schamesröte ins Gesicht treiben. Sobald man aber sein Ziel erkannt und definiert hat, kann man daran arbeiten, besser zu werden und die alten Fehler zu vermeiden.

    Ich habe mir dieses Zitat als Motto meines Blogs ausgesucht, weil es m.E. den Nagel auf den Kopf trifft, wenn es darum geht Inhalte und Ergebnisse zu visualisieren und zu präsentieren. Mit einem einzigen Satz scheint mir alles gesagt. Klar und einfach…

    Viele Grüße aus München in den hohen Norden

    Robert

  2. Hallo Robert,
    welch eine Freude von Dir zu hören! Dein Blog ist einfach nur Klasse … ganz großes Kompliment.
    Natürlich sind wir nicht immer „clearly and simply“! Und Du hast Recht: Es geht darum zu erkennen, wann wir es nicht sind und dann etwas dagegen zu tun.
    Ich ärgere mich auch nicht wirklich über dekorative Präsentationen oder unlesbare Berichte; ich ärgere mich über die Arroganz der Ersteller trotz negativer Empfängerreaktionen nicht besser werden zu wollen.
    Wir werden das ändern …

    Viele Grüße nach München,
    Lars

  3. Lars,

    wie heißt es im Englischen so schön? „No good deed goes unpunished“.

    Wenn man sich die Mühe macht, eine Visualisierung eines anderen zu analysieren und zu kritisieren und auch noch einen konstruktiven Verbesserungsvorschlag liefert, dann muss man damit rechnen, dass die Autoren dazu Stellung nehmen und vielleicht auch nicht alle Verbesserungsvorschläge annehmen. Das ist völlig in Ordnung und der Start einer Diskussion ist ja auch der Zweck einer kritischen Betrachtung.

    Jemanden, der valide Kritikpunkte in einer konstruktiven Art und Weise äußert, dann lediglich zu belächeln ist allerdings alles andere als souverän. Eher ärmlich. So viel zur Antwort der IHK.

    Ich persönlich halte – mit einer Ausnahme – alle von Dir genannten Kritikpunkte für absolut zutreffend und es steht m.E. völlig außer Frage, dass Dein Alternativvorschlag eine deutliche Verbesserung darstellt.

    In einem Punkt stimme ich allerdings nicht ganz mit Dir überein: Ich bin nicht der Ansicht, dass die vertikale Achse eines Liniendiagramms immer bei 0 beginnen muss. Bei Balken- oder Säulendiagrammen, generell bei allen Diagrammen bei denen Flächen die Werte visualisieren, ist dies zwingend notwendig. Kein Zweifel.

    Bei einem Liniendiagramm allerdings sehe ich die Sache differenzierter. Ich verstehe Dein Argument des „true-and-fair-views“ und für diesen speziellen Fall (Werte zwischen 80 und 129) stimme ich Dir auch zu.

    Deiner generellen Aussage „Und bitte: Alle Achsen immer bei ‚Null‘ beginnen lassen“ muss ich allerdings widersprechen:

    Wenn das Verhältnis von Wert zu Varianz zu groß wird (z.B. Entwicklung eines Kundenbestandes: Anfangsbestand 1 Mio., monatliche Schwankungen zwischen 10.000 und 20.000), dann reicht eine Darstellung auf einer y-Achse, die bei 0 beginnt nicht aus, um die Veränderungen über die Monate zu visualisieren. Der viele Platz unter der Liniengrafik (zwischen 0 und 1 Mio.) wäre völlig verschenkt und der Trend kaum zu erkennen.

    Wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass kenntlich gemacht wird, dass die y-Achse nicht bei 0 beginnt und man davon ausgehen kann, dass der Empfängerkreis ein solches Diagramm auch richtig interpretieren kann.

    Womit ich Dir abschließend auch wieder zustimme: Ein solches Diagramm vergleichsweise unkommentiert an eine sehr breite Leserschaft zu schicken, war sicher keine gute Idee.

    Viele Grüße

    Robert

  4. Du hast Recht: Viel verschenkter Raum, wenn Du Zahlen in dieser Größenordnung mit Standard-Exceldiagrammen abbilden willst.
    Ich hätte bis vor einem Monat auch einfach die Y-Achse bei 900.000 beginnen lassen. Eben weil zuviel Platz verschenkt werden würde. Allerdings „stimmen“ – analog zu meinem IHK-Beispiel – die Winkel von Steigungen und Gefälle dann nicht, oder?
    Was hälst Du davon: Ich skaliere die y-Achse fix auf ein bestimmtes Intervall – im Beispiel oben 400 – und rechne in alle Abbildungspunkte einen Skalierungsfaktor ein. Die Beschriftung der Linienpunkte trenne ich und lege diese mittels einer separaten Linie in das Diagramm. Über den Faktor kann ich die abzubilden Punkte der Linie so skalieren, dass alle Platz im Diagramm finden.
    So kann ich der Forderung nach dem 0,0-Start nachkommen, den gesamten Raum ausnutzen und den Trend visualisieren – allerdings nicht unmittelbar mit Excelstandardmitteln.

    the best, Lars

    PS: Ich habe gerade das Diagramm verbessert und hochgeladen. Ich hatte noch einen Fehler drin: Balken und Linien waren unterschiedlich skaliert … 🙂

  5. Lars,

    ich fürchte, ich habe Deinen Vorschlag nicht ganz verstanden:

    Du würdest die y-Achse von 0 bis 400 fix skalieren und die Datenpunkte so normieren, dass sie auf der Achsenskala Platz finden? Die Achse würde dann bei 0 beginnen, aber hättest Du nicht genau den gleichen Effekt mit den „nicht stimmenden“ Steigungswinkeln wie bei einer Achsenskala von 900k bis 1,1 Mio.? Wie gesagt, ich glaube, ich hab’s nicht begriffen.

    Wie auch immer. Ich denke, am Ende des Tages kommt es immer darauf an, welche zentrale Aussage man mit dem Diagramm visualisieren möchte:

    „Unsere Kundenzahlen stagnieren mit geringen Schwankungen auf einem hohen Niveau von ca. 1 Mio.“

    Hier würde ich die y-Achse bei Null beginnen lassen. Nicht der Trend steht im Mittelpunkt, sondern der stagnierende Gesamtkundenbestand.

    Oder:

    „Nach einem Nettoanstieg von über 20.000 in den ersten beiden Quartalen, ist die Kundenanzahl in Q3 kurzzeitig unter 1 Mio. gefallen. Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten in Q4 konnten wir diesen Rückgang nahezu wieder ausgleichen.“

    Hier würde ich die Achse skalieren und bei 900.000 beginnen lassen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung über die Quartale. Durch die Stauchung der Achse „übertreiben“ die Steigungswinkel der Linien (im Vergleich mit der Gesamtkundenbasis), aber die Proportionen zwischen den Quartalen stimmen, d.h. die Entwicklung wird nicht verzerrt dargestellt. Der Gesamtkundenbestand kann abgelesen werden, der Fokus liegt aber auf dem Trend.

    Was meinst Du?

    Viele Grüße

    Robert

  6. Wäre es nicht möglich, den zweiten Fall nur über die Änderungen zu den Vorquartalen mit Säulen zu visualisieren? Und den Gesamtbestand ähnlich wie ich oben in dem IHK-Beispiel als Linie abzubilden. So könnte man die Informationsdichte erhöhen und alle Aspekte abbilden.

    Ich tue mich schwer, diese Zusammenhänge verbal zu beschreiben, daher habe ich eine Beispieldatei gebaut: Download!
    Die dunke Linie schlägt erheblich höher aus, als die Gelbe mit den Originaldaten, während die rosa Linie sehr ähnlich verläuft und überall in die Grafik gelegt werden kann. Im Echtfall zeige ich natürlich keine Achsen an.
    OK?

  7. Hallo Lars,

    erst einmal vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast und für die sehr interessante Diskussion.

    Vielen Dank auch für die Datei, jetzt verstehe ich was Du gemeint hast. Du skalierst die Höhe der Linie ohne die Steigungen zwischen den Punkten zu verändern. Sehr cleverer Ansatz.

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, geht es Dir vor allem darum, dass die Visualisierung des „Absturzes“ im November bzgl. der negativen Steigung der Linie „übertreibt“, wenn man es mit der Originalskala vergleicht. Das ist natürlich richtig, sowohl bzgl. der Wahrnehmung als auch bzgl. der Mathematik.

    Trotzdem muss ich noch einmal nachhaken (ich weiß, ich bin ein starrsinniger alter Mann…):

    Wenn es bei der Visualisierung weniger darauf ankommt in welcher Proportion die Veränderung zur Gesamtbasis steht, sondern wie stark die Unterschiede („Aufs und Abs“) zwischen den Monaten sind, dann kann man m.E. sehr wohl auch eine „gestauchte“ y-Achse verwenden. Ich denke, man kann es nicht nur, man sollte es sogar tun.

    Deutlich wird das, wenn man statt der echten Werte eine indizierte Datenreihe verwendet, also alle Werte in Bezug zum Ausgangswert im Januar setzt. Denn dann kommt man auf exakt die Verhältnisse und Steigungen zwischen den Monaten, die auch die gestauchte Skala zeigt, also einen dramatischen Absturz im November, der im Dezember wieder mehr als ausgeglichen wird.

    Auch ein Abweichungsdiagramm von Monat zu Monat zeigt, dass der Absturz im November und der Aufschwung im Dezember im Verhältnis zur sonstigen Entwicklung sehr stark waren. Genau wie im gestauchten Liniendiagramm visualisiert.

    Diese „Dramatik“ der Entwicklung von Monat zu Monat kommt in einem Diagramm auf der Originalskala m.E. nicht richtig zum Ausdruck.

    Hier sind meine beiden ergänzenden Beispiele zu Deinem Vorschlag:

    http://www.box.net/shared/x5pb0q1m2h

    Wie schon in meinem letzten Kommentar geschrieben, die entscheidende Frage ist, welche Aussage man darstellen will.

    Eine sehr gute Kompromisslösung, die beiden Anforderungen genügt ist natürlich genau das Diagramm das Du in Deinem Artikel verwendet hast: Ein nicht skaliertes Liniendiagramm oben und ein Abweichungsdiagramm unten.

  8. Robert, Danke für Deine Anmerkungen. Mir wird durch unsere Diskussion noch einmal sehr deutlich, dass es häufig einen Zielkonflikt zwischen Informationsdichte und mathematischer Korrektheit geben wird.
    Ich mag Dein Balkendiagramm zur Abbildung der Veränderungen zum Vormonat. Hier geht es um die Darstellugn der absoluten Veränderung. Wenn ich jetzt noch einen Linienzug zur Darstellung des gesamten Kundenbestands in die Grafik lege, muss ich die anders Daten skalieren. Ich bin aber durch diesen Trick in der Lage die Kurve „richtig“ darzustellen: keine überdimensionierten Ausreißer. Jetzt gilt es nur auf die unterschiedlichen Skalierungen hinzuweisen, was durch eine entsprechende Beschriftung oder einen expliziten Hinweis passieren kann.
    So kann ich Veränderung mit Balken und Trend mit Linien darstellen. Ja, ganau das wollte ich mit der IHK-Lösung erreichen. Nur hatte ich in dem FAll das Glück, dass ich Balken und Linie aufgrund der Größenverhältnisse gleich skalieren konnte.
    In anderen Fällen werde ich nicht drum rum kommen auf unterschiedliche Skalierungen von Linien und Balken zurückgzureifen. Wie Du sagst: Wichtig ist die Botschaft und der Adressatenkreis. Ich würde dennoch gerne meine Forderung nach dem Start der Achsen bei Null aufrecht erhalten, denn ich kann die Abweichung ja als „+/-„-Balken um 0 herum darstellen, wie Du es in Deiner Replik getan hast. Nur eben ggf. mit anderer Skalierung aber „richtigem“ Verlauf. Hm, bin ich ein starrsinniger Vierzigjähriger? … wie soll das noch werden 😉
    Ich habe bei einem kleinen Wettbewerb, den chandoo ausgeschrieben hat mitgemacht – um „in Form zu bleiben“. Es ging um die Darstellung von Plan/Ist-Abweichungen. Hier mein Ergebnis: Download. Warum zeige ich Dir das? Weil ich die Darstellung des Plans und der Abweichung so charmant finde. Das geht natürlich nur, wenn die Abweichungen in Verhältnis zum Vergleichswert nicht verschwindend gering sind.

    PS: Der Lorbeeren für den Skalierungstrick gebühren allerdings Holger Gerths von Hichert+Partner. Einen Tag mit ihm und Deine Sicht auf Excelcharts wird komplett „revolutioniert“. So war es jedenfalls bei mir. Es ist wahnsinnig was mit Excel auf einmal geht. Und zwar in Form eines template für sich dynamisch verändernde Daten, nicht als statische Zeichnung.

  9. Hallo Lars,

    ich bin überzeugt, wir stimmen hinsichtlich der wesentlichen Richtlinien zur Visualisierung von Daten in nahezu allen Fragen vollkommen überein. Du vertritts mit Deiner Forderung „Achsen müssen immer bei Null beginnen“ eben einen etwas puristischeren Ansatz als ich es tue.

    Visualisierung ist nun auch keine exakte Wissenschaft. Es gibt einige Quellen, die Deinen Ansatz propagieren, aber auch einige Meinungen, die es ähnlich sehen wie ich. Zum Beispiel Dr. Nicolas Bissantz:

    http://blog.bissantz.de/achsen-abschneiden-ja

    Ich glaube mit dem oben diskutierten und auch im Artikel verwendeten Ansatz (ein Linien und ein Säulendiagramm) können wir beide gut leben.

    Vielen Dank noch einmal für die interessante Diskussion und viele Grüße

    Robert

  10. Kann ich! Auch Dir Dank für die Diskussion. Ich habe meinen Text oben auch angepasst – er st jetzt „weicher“ formuliert.
    Ich habe gelernt, dass Achsen abschneiden bei Linien Sinn machen kann, um den Verlauf besser herauszubringen und – nebenbei – Tufte’s Data-ink-ratio zu verbessern. Herr Bissantz schreibt aber auch sehr klar, dass dies nicht für Balken oder Säulen gilt. Und die nutze ich um konkrete Werte zu vergleichen. Das passt doch sehr schön.
    Nur: ist meine Fundamentalkritik an der IHK Originalgrafik nun noch gerechtfertigt? Ich meine mit Blick auf die psychologische Komponente dieser Visualisierung ja!

    Schönen Sonntag, Lars

    • Lars, ich finde Deine Darstellung sehr gelungen. Nicht zuletzt weil ich schon seit längerer Zeit plane ein monatliches Schaubild mit einigen vergleichbaren Indikatoren zu erstellen. Auch wenn das jetzt natürlich ‚offtopic‘ ist, hast Du vielleicht eine Idee wie ich an die Rohdaten komme (GDP, PMI etc.)??

      • Walter, ich kenne die Kürzel GDP und PMI nicht. Wenn Du automatisiert an Rohdaten kommen willst, schau Dir doch bitte mal „talend open studio“ an. Eine Open Source-Lösung für ETL-Prozesse und mehr – ETL steht für Extrahieren, Transformieren und Laden von Daten zwischen Quell- und Zielsystemen. Es gibt sogar SAP-Konnektoren. Unter http://www.talend.com/webinar/archive/ findest Du unten auf der Seite auch deutsche webinars, die Dir einen Einstieg in die Lösung geben. War es das was Du suchst?

  11. […] die Kamera. Ohne die Kamera wäre meine Plan-Ist-Dashboard hier aber auch mein Konjunktur-Schaubild hier in Excel nicht umsetzbar. Was ist die Kamera und wo verdammt finde ich sie? Die Kamera ist ein […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.
Entries und Kommentare feeds.

%d Bloggern gefällt das: